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17 Tage CAMPWERK Adventure - noch ein Resümee

Dachzelt mit Vorzelt: echter Luxus.
Dachzelt mit Vorzelt: echter Luxus.
Und wenn‘s schnell gehen soll auch ohne Vorzelt.
Und wenn‘s schnell gehen soll auch ohne Vorzelt.

Ja, was noch fehlt ist ein Erfahrungsresümee zu meinem CAMPWERK Adventure (140er Breite, mit Innenzelt, Matratzenunterlage und Vorzelt). Das Zelt gibt es auch noch in einer Breite von 165 cm. Natürlich gehört hierzu die 8 cm dicke Matratze, die samt Bettzeug eingeklappt werden kann, da die robuste Abdeckplane genug Platz hierfür vorgesehen hat. Ich empfehle dies aber nur bei trockenem Zelt zu machen, da sonst alles etwas klamm wird. 

Aufbau
Das Dachzelt
Nachdem ich nun knapp 3 Wochen mit dem Dachzelt unterwegs war, schaffe ich es das reine Dachzelt in weniger aks 15 min aufzubauen und zu verankern. Die Abläufe sind wahrscheinlich je nach Anbringung (seitlich oder nach hinten ausklappbar und unterschiedliche Fahrzeughöhe) unterschiedlich. Nach mehrmaligem Aufbauen sitzen die Handgriffe und ich weiß worauf ich achten muss. 
Wichtig: Nach dem Auseinanderklappen ist es wichtig die Böden mit etwas Druck zusammenzuschieben, sodass die Feder der einen Bodenplatte abstandsfrei in der Nut der anderen steckt. Sonst kann es passieren, dass der Boden plötzlich aus der Nut rutscht und durchhängt. 
Vielleicht wäre hier ein Metallzugverschluss - wie es ihn an Alukisten gibt - gut, der beide Platten aneinanderzieht und das herausrutschen verhindert.
Alles andere ist beim Aufbau selbsterklärend. Je nach eigener Kraft und Größe können die Stahlfederstangen für die Vordächer von unten in die Ösen gebogen werden, besser geht es allerdings von oben aus dem Zelt heraus. 
Eine gute Neuerung die Stabilisierungsteleskopstangen des Vorbaus. Diese sorgen für einen jetzt stabileren Halt des Vordaches. Es muss nicht mehr unbedingt abgespannt werden, wenn wenig Wind herrscht. 
Ein Tipp für die Leiter: einen Unterlegkeil mitnehmen, denn der Boden ist nicht immer eben und so kann die Leiter ausgeglichen werden. 
Beim Aufspannen des Vordaches darau achten, dass das graue Überzelt (Zeltdach) über die Ecken gezogen wird. Auch sollten die schwarzen Zugsysteme nach dem Aufbau angezogen werden. Sonst kann es passieren, dass bei stärkerem Wind die Stangen des Unterbaus aus den Verankerungen gezogen werden! 
Zugsystem nicht angezogen und schon ging die Innenkonstruktion fliegen. Aber schnell war die Stange wieder fixiert und gesichert.
Zugsystem nicht angezogen und schon ging die Innenkonstruktion fliegen. Aber schnell war die Stange wieder fixiert und gesichert.
Ich hab noch nicht herausgefunden das Vorzelt so aufzubauen, dass es kein Verziehen der Seitenwände gibt. Ist mein Auto zu niedrig?
Ich hab noch nicht herausgefunden das Vorzelt so aufzubauen, dass es kein Verziehen der Seitenwände gibt. Ist mein Auto zu niedrig?

Das Vorzelt

Auch der Aufbau der Vorzeltes klappt relativ gut. Besser würde es zu zweit klappen. 

Eine Sollbruchstelle wird die Stelle sein an der der Reißverschluss zusammengefügt wird. Denn das Dachzelt verschiebt sich ein wenig in der Kederschiene und der Abstand wird größer und es fällt schwer die beiden Reißverschlussteile zusammenzufügen. Wenn das aber geklappt hat, geht es zügig voran. 
 
Störend: die Leiter. Diese habe ich mit einem Expander hochgebunden, so störte sie nicht beim Aufbau. 
Da das Vorzelt an vielen Stellen abgespannt und einiges angezogen werden muss, der Boden, wenn man ihn nicht direkt am Vorzelt dran lässt, eingezipt werden muss, dauert der Aufbau ca. 30 min (alleine). Schade dasx bei dem Gesamtpreis so billige Zeltnägel beiliegen. Lediglich die Zeltnägel für die langen Abspannseile sind stabiler. Die ersten sind bereits krumm. 🤨 Auch habe ich es nicht geschafft das Vorzelt ohne Verzug der Seitenwände aufzubauen. Da werde ich nochmals bei Campwerk nachfragen, ob es da eine Lösung gibt. 
Vorteil des Vorzeltes: etwa 4 qm geschützten und trockenen Raum. Die Rückwand kann großflächig geöffnet werden und so kann bei geöffneter Schiebetür meines Kombos der Innenraum als weitere Etage genutzt werden. Ich kann im Vorzelt aufrecht stehen. Der Eingang lässt sich mit einem kleinen Schloss abschließen.
Nachteil des Vorzeltes: wenn man - so wie ich - die Treppe nicht nach oben Wegklappen kann, steht sie schon ein wenig im Weg. Der Aufbau alleine ist etwas tricky und dauert ein wenig, ist aber zu schaffen. Wenn es regnet, regnet es sofort ins Vorzelt hinein, da das Zelt hier kein Vordach hat. Ein Verbesserungsvorschlag: Wenn im Eingang unten Ösen für Teleskop-Stangen wären, könnte man bei leichtem Regen den Eingang nach vorne aufspannen. Oder mit einem kleinen Vordach zum Abspannen wäre dem auch schon geholfen.  
Beim ersten Regen hat‘s reingeregnet.
Beim ersten Regen hat‘s reingeregnet.
Dichtigkeit

Etwas enttäuscht war ich Anfangs ob der Dichtigkeit des Zeltes. Als es den ersten stärkeren Regen abbekam tropfte es an mehreren Stellen in das Vorzelt und das Dachzelt war an einigen Stellen, gerade auch im unteren Saum durchweicht und im Zelt war es klamm und feucht. Auf Nachfrage bei CAMPWERK (im Blog “Dahn” folgende) bekam ich zur Antwort, dass dies bei den ersten bis zu drei Regentagen normal sei, weil sich die Fasern erst nach 1-3 Mal Durchfeuchtung ( und anschließender Trocknung) zusammenziehen und in den Nähten das Quellgarn erst ausreichend aufgequollen ist und damit die Nähte Dicht macht. Tatsächlich habe ich den Eindruck, dass das stimmt und das Zelt immer dichter wurde. Trotzdem erst einmal ärgerlich! 
Toll, dass die Aussage stimmt, dass man das Zelt im nassen Zustand zusammenklappen kann, ohne dass der Innenraum nass wird. 

Aber bitte daran denken: das Zelt nicht länger als 3 Tage im feuchten Zustand eingepackt lassen, sonst fängt es an zu schimmeln.
Zusammenfassung

Ich bin im großen und ganzen mit meinem Zelt zufrieden und freue mich auf weitere Outdoorerfahrung mit ihm. 

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